| "ABFACKELN!" Ich will lodernde Flammen wüten sehen, dort wo einst Wälder standen. Eine Stadt soll dem Erdboden gleichen. Ich will die Hunde hinter Gasmasken hecheln sehen, nach Luft schnappen, ein letztes Mal, bevor sie den Erstickungstod sterben. Wo einst Kinder spielten, steht der rauchende Schlot eines Krematoriums. Ich will sehen, wie die Blinden sich zu Tode amüsieren. Bis zum letzten Atem nach Vergnügen lechzend. Wo einst Geschlechtsmerkmale wuchsen, baumeln bunte, lose Kabel. Die Hälse gereckt, um das Unglück andrer nicht zu verschlafen. Und mit heraushängender Zunge schaufeln sie fröhlich ihr eigenes Grab. Ich will Vernichtung und zum Untergang teutonisch tanzen. Will sie verrecken sehen durch eigene Hand, durch das Gift in den Speisen, das Pilze tötet und Viren resistent werden läßt. Ich will sie schmoren sehen im eigenen Saft, zur Rotglut erhitzt und das Blut aus den Poren dampfend. Denn sie zertraten das Kräutlein, das sie sehn ließ die Taten, die sie tatlos verbrochen, als sie beschlossen, gar nichts zu tun. © Copyright 1998, Olaf Kohlmann. This work may not be reproduced in any form without the written consent of the author. |