"GEDICHT"

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  • VERLOREN

    Lange gesucht und schließlich gefunden
    Glücklos vertraut- Vertrauen verloren
    Jeder Tag streut Salz in die Wunden
    Ein Kind voller Hoffnung bleibt ungeboren
    Ungelebtes Leben fragt nach dem Sinn
    Was mich sonst tötet, scheint mir ein Ziel
    Wenn Träume erfrieren und Folter gewinnt
    Wird Lust zur Qual und Liebe zum Spiel

    Die Flucht vor der Ohnmacht beendet den Tanz
    Die Sonne strahlt nur noch in halbem Glanz
    Es hält mich der Faden, der mich einst band
    Die Seele ist wund, das Herz fast verbrannt

    Nun hülle Dich in Sack und Asche
    Daß ich keinen Blick mehr erhasche
    Ich bin Dein Tod, Deine Hölle auf Erden
    Der Dich entführt und lächelnd kalt macht
    Wie grausam soll der Alptraum noch werden?
    Ich hoffe, ich bin bald erwacht


    © Copyright 1998, Olaf Kohlmann. This work may not be reproduced in any form without the written consent of the author.